Handelsblatt-Steuerjahrestagung 2002.
Besteuerung international tätiger Unternehmen.
4. und 5. November 2002, Düsseldorf

Ansprechpartner:
Frau Ines Breuksch
Telefon: 02 11.96 86–35 48

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  Montag, 4. November 2002.

08.30

Begrüßung mit Kaffee und Tee
Ausgabe der Tagungsunterlagen

09.00

Begrüßung und Einleitung durch den Vorsitzenden

Prof. Dr. Harald Schaumburg, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Steuerrecht, Partner, Honorarprofessor an der Universität zu Köln, Sozietät Flick Gocke Schaumburg, Bonn

Internationale Konzernbesteuerung.

09.15

Besteuerung von Dividenden und Veräußerungsgewinnen

  • Bedeutung von Doppelbesteuerungsabkommen

  • Gewerbesteuerliches Sonderrecht

  • Ausgabenabzugsbeschränkungen

  • Sperrfristen

  • Zwischengeschaltete Mitunternehmerschaften

  • Veräußerungsverluste und Teilwertabschreibungen

Prof. Dr. Harald Schaumburg

10.00

Pause mit Kaffee und Tee

10.30

Hinzurechnungsbesteuerung – praxisorientierte Analyse der aktuellen Rechtslage und der diskutierten Änderungen de lege ferenda aus der Sicht eines deutschen international tätigen Konzerns

  • Zweck der Hinzurechnungsbesteuerung
  • Beteiligungsvoraussetzung
  • Einkünfte aus passivem Erwerb
  • Niedrigbesteuerung
  • Rechtsfolgen
  • Besonderheiten bei nachgeschalteten Zwischengesellschaften

Dr. Thomas Rödder, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, Partner, Lehrbeauftragter an der Universität zu Köln, Sozietät Flick Gocke Schaumburg, Bonn 

11.30

Steuerorientierte Konzernfinanzierung/ Finanzierungsgesellschaften

  • Hinzurechnungsbesteuerung nach § 10 Abs. 6 AStG

  • Einsatz von Konzernfinanzierungsgesellschaften, steuerliche Vorteilshaftigkeitsanalyse

  • Mögliche Standorte für Konzernfinanzierungsgesellschaften

  • Strukturierung der Fremdkapitalaufnahme im Konzern

  • Strategien zur Vermeidung der Hinzurechnungsbesteuerung

Dr. Wolfgang Haas, Rechtsanwalt, stv. Leiter der Zentralabteilung Steuern und Zölle, BASF AG, Ludwigshafen

12.30

Diskussion

13.00

Apéritif und gemeinsames Mittagessen

14.30

Internationale Umstrukturierungen – Umwandlungen und andere Kapitalmaßnahmen

  • Besteuerung inländischer Anteilseigner bei ausländischen Umwandlungen

  • AStG-Fragen

  • Steuerliche Folgen von Kapitalmaßnahmen ausländischer Unternehmen für inländische Anteilseigner (Kapitalerhöhungen, Kapitalherabsetzungen, Sachdividenden)

„Ausländische Umwandlungen – eine Black Box für inländische Anteilseigner?”

Dr. Dietgard Klingberg, Rechtsanwältin, Steuerberaterin, Partnerin, PricewaterhouseCoopers GmbH, Frankfurt a.M.

15.30

Pause mit Kaffee und Tee

Internationale Betriebsstättenbesteuerung.

16.00

Übertragung von Wirtschaftsgütern zwischen Stammhaus und Betriebsstätte

  • Zurechnung von Wirtschaftsgütern zur Betriebsstätte

  • Änderung der Zurechnung (Überführung von Wirtschaftsgütern)

  • Aufgeschobene Gewinnverwirklichung

„Trotz Betriebsstättenerlass bleiben zentrale Fragen der Gewinnabgrenzung zwischen Betriebsstätten und Stammhaus ungelöst.”

Dr. Andreas Roth, Direktor Steuern und Zölle, Deere & Company European Office, Mannheim

17.00

Einkünfteabgrenzung zwischen Stammhaus und Betriebsstätte

  • Direktgeschäfte

  • Attraktivkraft

  • Fremdvergleichsgrundsatz

  • Direkte/indirekte Methode

  • Lizenzen und Zinsen

  • Dotationskapital

  • Gewinnzurechnung bei Betriebsstätten nach dem OECD-Entwurf

  • Ergebnis einer Vertreterbetriebsstätte

„Für die steuerliche Gewinnabgrenzung zwischen Staaten ist die Rechtsform des Unternehmens irrelevant. Deshalb sollten Zuordnungsvorschriften für Gesellschaften und Betriebsstätten angenähert werden.”

Dr. Heinz-Klaus Kroppen, LL.M., Rechtsanwalt, Steuerberater, Geschäftsführender Gesellschafter, Deloitte & Touche GmbH, Düsseldorf

17.45

Diskussion und Zusammenfassung der Ergebnisse durch den Vorsitzenden

18.00

Ende des ersten Veranstaltungstages

Im Anschluss lädt das Handelsblatt Sie herzlich zu einem gemeinsamen Abendessen zur „Brauerei im Füchschen”, eine der ältesten Düsseldorfer Hausbrauereien, ein. 
(Voraussichtliche Rückkehr zum Hotel gegen 22.00 Uhr.)

Nutzen Sie die Gelegenheit zu vertiefenden Gesprächen mit Referenten und Teilnehmern und knüpfen Sie neue Kontakte.

  Dienstag, 5. November 2002.

08.30

Empfang mit Kaffee und Tee

09.00

Begrüßung durch den Vorsitzenden

Prof. Dr. Harald Schaumburg

Internationale Betriebsstättenbesteuerung (Fortsetzung).

09.05

Personengesellschaften im internationalen Steuerrecht

  • Qualifikationsproblematik bei grenzüberschreitenden Personengesellschaftsbeteiligungen nach innerstaatlichem Recht und Abkommensrecht

  • Sondervergütungen im Abkommensrecht

  • Qualifikationskonflikte bei der Besteuerung von Gewinnen aus der Beteiligungsveräußerung

  • Ansätze zur Lösung der bei grenzüberschreitenden Personengesellschaftsbeteiligungen bestehenden Konfliktproblematik im OECD-Partnership-Report (1999)

Brigitte Fischer, Diplom-Kauffrau, Leiterin der Abteilung Konzernsteuern, Freudenberg-Gruppe, Weinheim

10.00

Pause mit Kaffee und Tee

Internationale Verrechnungspreise.

10.30

Dokumentations- und Nachweispflichten – Rechtsfolgen bei ihrer Verletzung

  • Gibt es in Deutschland Dokumentationspflichten und wenn ja, welche?

  • Wie sind Dokumentationspflichten international geregelt? (OECD Guide Lines, PATTA Documentation Package)

  • Wie sollten die Pflichten aus Sicht der Praxis ausgestaltet sein, um ohne übermäßigen Aufwand den Fremdvergleich ziehen zu können?

  • Welche Rechtsfolgen sollten aus der Sicht der Praxis bei der Verletzungen von Dokumentationspflichten eintreten, damit die Verpflichtungen effektiv bestehen?

RegDir Manfred Naumann, Referent der Steuerabteilung, Bundesministerium für Finanzen, Berlin

11.30

Der Zugriff der Finanzverwaltung auf die EDV-Buchführung der Unternehmen

  • Was bedeuten die Zugriffsrechte im Einzelnen für das Unternehmen?

  • Welche Daten unterliegen dem Datenzugriff?

  • Anforderungen an die Archivierung digitaler Unterlagen

  • Praktische Umsetzung des Datenzugriffs sowie Einsatz der Prüfsoftware durch die Steuerverwaltung

  • Zugriff auf Unterlagen ausländischer Töchter/Mütter via Intranet?

„Die verschiedenen Möglichkeiten des Datenzugriffs erlauben der Steuerverwaltung eine gezielte Durchforstung des Buchführungssystems. Was bei der traditionellen Betriebsführung nur anhand von Stichproben überprüft und mühsam in den Buchführungsunterlagen gesucht werden musste, oder oft nur zufällig, wenn überhaupt, entdeckt wurde, kann mit Hilfe des Datenzugriffs in kürzerer Zeit und in größerem Umfang als bisher gezielt aus den Daten des Unternehmens herausgesucht und überprüft werden.”

MinR Bernd Burchert, stv. Referatsleiter für Betriebsprüfung, Steuerfahndung, Steuerstrafrecht, Abgabenordnung, Finanzministerium des Landes Baden-Württemberg, Stuttgart

12.30

Apéritif und gemeinsames Mittagessen

14.00

Funktionsverlagerungen im Konzern

  • Einleitung

  • Steuerliche Relevanz von Funktionsverlagerungen

  • Entschädigungsansprüche

  • Formen der Funktionsverlagerungen:

    • Produktionsbereich

    • Vertriebsbereich

    • Verwaltungsbereich

    • Finanzierungsbereich

  • Zusammenfassung

Oliver Wehnert, Steuerberater, Ernst & Young Deutsche Allgemeine Treuhand AG, Düsseldorf

15.00

Pause mit Kaffee und Tee

15.15

Grenzüberschreitende Verrechnung von Lizenzgebühren im Konzern

  • Steuerliche Anforderungen an Lizenzverträge

  • Voraussetzung der Verrechnung von Lizenzgebühren dem Grunde nach

  • Methoden der Finanzverwaltung zur Überprüfung der Angemessenheit der Lizenzgebühr

  • Folgerungen aus der BFH-Rechtsprechung zur Frage der Lizenzzahlung bei Identität von Firmennamen und Marke für die Praxis der Betriebsprüfung inländischer Muttergesellschaften mit ausländischen Tochter- oder Enkelgesellschaften

  • Steuerliches Wahlrecht oder Pflicht zur Lizenzberechnung?

  • Kriterien zur Ermittlung der Höhe einer Markenlizenz unter Berücksichtigung eigener Aufwendungen des Lizenznehmers

ORR Hartmut Böcker, Referent der Abteilung Bundesbetriebsprüfung, Bundesamt für Finanzen, Bonn 

16.15

Die neuen Verwaltungsgrundsätze zur grenzüberschreitenden Personalentsendung

  • Einleitung

  • Abgrenzung zu Dienst- bzw. Werkleistungen

  • Gesamtaufwand der Entsendung

  • Rechtsgrundlagen – Veranlassungsprinzip als Grundlage des Fremdvergleiches

  • Besondere Fallgestaltungen

  • Einheitlicher Aufteilungsmaßstab

  • Know-how-Transfer

  • Mitwirkungspflichten des Steuerpflichtigen

  • Anwendungsvorschriften

RegDir Harald Kuckhoff, Sachgebietsleiter und Hauptsachgebietsleiter für Außensteuerrecht, Finanzamt für Großbetriebsprüfung, Düsseldorf

17.15

Abschlussdiskussion

17.30

Ende der Veranstaltung

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