Jährlich steht die letzte Novemberwoche in Berlin im Zeichen der Gesundheitspolitik. Am 26. und 27. November 2007 kamen wieder mehr als 250 hochrangige Vertreter des deutschen Gesundheitswesens zusammen und diskutierten über die Themen, die die Branche zur Zeit bewegen.
Die Handelsblatt Jahrestagung wird traditionell zum intensiven Meinungsaustausch zwischen Politik, Kassenvertretern, Ärzten und der Industrie genutzt. Auch 2007 kam es wieder zu regen Diskussionen unter den Referenten und Teilnehmern. "Die Health bleibt die wichtigste meinungsgestaltende gesundheitspolitische Veranstaltung im Jahr", kommentiert ein Teilnehmer aus der Pharmaindustrie den Schlagabtausch zwischen Daniel Bahr (FDP) und Prof. Karl Lauterbach (SPD). Die Konferenz bleibe somit "zentral für den Austausch zwischen den einzelnen Akteuren des Gesundheitswesens".
Erstmalig wurde auch der massiv wachsende Medizintechnik-Markt auf der Health diskutiert. "Dieser wurde viele Jahre sträflich von der gesundheitspolitischen Öffentlichkeit vernachlässigt", so Prof. Eberhard Wille, der erneut gemeinsam mit Prof. Günter Neubauer Vorsitzender der Handelsblatt Tagung war.
Der unparteiische Vorsitzende des G-BA, Dr. Rainer Hess, schloss sich Wille an und ging in seinem Vortrag auf die Kosten-Nutzenbewertung von Arzneimitteln und Medizinprodukten ein.
Der Vormittag des zweiten Konferenztages, traditionell mit hochkarätigen Vertretern der Krankenversicherungen auf dem Podium, bot ein weiteres Highlight. Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der AOK Baden-Württemberg und "inoffizielle Erfinder" der Rabattverträge, Dr. Christopher Hermann, stellte die zweite Ausschreibungsrunde der AOKen vor. Während sich Hermann optimistisch hinsichtlich laufender Nachprüfungsverfahren gab, zweifelten zahlreiche Leistungserbringer offen an dieser Einstellung. "Kassen sind öffentlicher Auftraggeber, somit gilt das Vergaberecht" fasste ein Teilnehmer das Stimmungsbild in der Pharmaindustrie zusammen. |